Archiv der Kategorie: Kunst

Ein handbreit Flecken Boden vor meinen Augen – Rezension zu „Das Wiesenbuch“ von Karl Heinrich Waggerl

„Ich betrachte genau diesen handbreit Flecken Boden vor meinen Augen und zuletzt ist auch er eine große Welt, weitläufig und mühselig und schwer zu begreifen.“ (S.66) Zum Inhalt: Beinahe einen ganzen Jahreskreis begleitet der Autor seine Wiese, wie er sie bezeichnet, immer wieder eintauchend in die Fülle der Eindrücke, die ihm der „handbreit Flecken Boden vor seinen Augen“… Weiterlesen »

Buch-Kunst-Geschichte – Rezension zu „BUCHKUNDE – ABRISZ DER KUNSTGESCHICHTE“

„Besonders nahe stand die Kunst zu jeder Zeit dem Buchwesen“ (S.9) Zum Inhalt: Von den Vorstufen des Buches im weitesten Sinne bis hin zu den Techniken der Zeit der Drucklegung des vorliegenden Bandes (1915), spannen die Autoren einen didaktisch gut aufbereiteten Bogen quer durch die Kunstgeschichte des Buchhandwerks. Etwas irreführend ist dabei der Titel des Textes, zumal zwar… Weiterlesen »

Barockkunst in Kurzform – Rezension zu „Wie erkenne ich Barock Kunst. Architektur, Skulptur, Malerei“ von Flavio Conti

„Die Kunst der Renaissance appellierte an die Vernunft und wollte vor allem überzeugen, die Kunst des Barock wandte sich dagegen an das Gefühl und an die Phantasie“ (S.3) Zum Inhalt: Beginnend mit der Architektur entwickelt Flavio Conti ein detailreiches Bild einer vielgestaltigen Epoche der Kunstgeschichte, deren Stilelemente nach wie vor Städtebilder, Parkanlagen und nicht zuletzt unzählige Innenräume in… Weiterlesen »

Plastisch, dualistisch, durchwachsen…

„Alle Arbeit an mittelalterlichen Domen ist Gemeinschaftsarbeit in höchstem Sinn.“ (S.49) Zum Inhalt: Der Band Nr. 140 der Insel-Bücherei wirft ein – man möchte sagen – Zwielicht, im Sinne eines höchst dualen Eindruckes, auf einige ausgewählte Werke plastischen Schaffens im großen künstlerischen Ganzen des Bamberger-Doms. Dual auch im Sinne der Aufteilung in einen Bildteil mit 46 Bildtafeln nach… Weiterlesen »

DAS Buch zum Buch

„…Buch allgemein: Als materielles bzw. physisches Objekt oder elektronisches Speichermedium ist das B. Produkt eines handwerklich oder maschinell geprägten Herstellungsprozesses…“ (S.82f) Zum Inhalt: So vielschichtig wie die Thematik rund um das Geschriebene per se, präsentiert sich auch der Inhalt des Sachlexikons. Neben klassisch lexikalisch dargebotenen  Inhalten, präsentiert in übersichtlichem zweispaltigen Layout, finden sich zahlreiche detailiert ausgearbeitete ganz- bis… Weiterlesen »

Die Farben fremder Lyrik…

„Die Wahrheit ist kein Fund den man vergeben kann, es gibt nur Annäherungen an sie.“ (S.87) Zum Inhalt: Chaje Shams-ed-din Mohammad mit dem Beiname Hafis würden wir heute als einen Autodidakten bezeichnen. Seine Lyrik ist u.a. ein Anschreiben gegen Despotie, Willkür der Obrigkeit, wobei er dabei „Scheiche, Ordenssufis, Frömmler, Zeloten, Prediger, Professoren, Madrasen, die Geistlichkeit und die mit… Weiterlesen »

Wunderbuch der Tropen – Buch der Tropenwunder

„Gewaltig, löwenmähnig ist die Kraft der Sonne. Sie hat ihre feurigen Pranken auf die Berge gesetzt, und wie eine flammende Mähne regnen ihre Strahlen nieder, auf die Flüsse, Steppen und Wälder.“ (S.27) Zum Inhalt: Die 24 opulenten Abbildungen der kolorierten Stiche Merians bilden den Hauptteil des Bandes 351 aus der Insel Bücherei. Ihm schließt sich ein Geleitwort des… Weiterlesen »

Die Kunst des Drucks…

„Denn ‚Drucken‘ ist ein weites Gebiet, in dem es keine Universalverfahren gibt.“ (S.319) Zum Inhalt: Heijo Klein führt im Eingangstext bis S.44 den Leser ein Stück in die »schwarze Kunst«, wie der Druck genannt wird, und öffnet die Augen für ein weites ungemein spannendes Feld der Möglichkeiten Druckerzeugnisse technisch und/oder handwerklich zu realisieren. Der dabei geschichtlich gespannte Bogen… Weiterlesen »

Ressentiment und der Untergang eines Helden…

„Aber ich kenne ihn nicht. Ich kenne sein Leben nicht. Ich kenne nur einen schmalen Uferrand, nicht das Meer.“ (S.319) Zum Inhalt: Das als Drama angelegte Stück schildert die letzten Stunden Siegfrieds, jenes nordischen Helden, der in seiner Stärke immer wieder als nicht von dieser Welt tituliert wird und den Reigen der Nibelungenerzählungen maßgeblich prägt. Letzten Endes findet… Weiterlesen »

Sommervöglein, Metamorphosen und barocke Kupferstiche…

„Wenn es ein Werk verdient, aus der Distanz musealer Exklusivität in den Bereich persönlicher Aneignung und Erschließung erhoben zu werden, dann das vorliegende ›Neue Blumenbuch‹ der Sibylla Merian aus dem Jahre 1680.“ (S.87) Zum Inhalt: Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Illustrationen im ersten Teil und dem anschließenden informativen Textteil erwartet den Leser auf den 158 Seiten dieser bibliophilen… Weiterlesen »