Tag-Archive: Österreichische Autoren

Ein Sommer wie damals – Rezension zu „Jenseits der großen Sümpfe” von Erwin Moser

„Jeder Atemzug und jeder Augenblick enthält Vergnügen.“ (S.90) Zum Inhalt: „Jenseits der großen Sümpfe“ von Erwin Moser entwirft ein beeindruckendes Porträt von Kindheit, Sommerrauschen und Schilfpfaden. Die Geschichte kondensiert das jugendliche Leben auf das Einfachste, was es gibt – Sommer, Hitze, Schulferien. Ein sentimentaler Klang, der den Leser*innen einnimmt, ihn förmlich das Rascheln des Schilfs fühlen, den warmen… Weiterlesen »

Von Fröschen und Prinzen – „Märchenprinz gesucht“ von Ulla Baumgartner

„… und es wäre schön nochmals dem Richtigen zu begegnen. Doch ich weiß, dass dies in der Mitte des Lebens schwieriger ist. Jeder hat so viele Ecken und Kanten – es muss viel passen, dass man nochmals eine Beziehung eingeht.“ (S.155) Zum Inhalt: Im Format „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ des ORF hatte sich Fr. Baumgartner als Kandidatin beworben, um… Weiterlesen »

Wortbilder / Bildworte – Rezension zu „Winterrot“ von Monika Maslowska

„Marie krähte und krähte und ihre Zehen kribbelten winterrot.“ (S.51) Zum Inhalt: In „Winterrot“ von Monika Maslowska, ihrem erstem eigenen Buch – sowohl Text als auch Illustrationen stammen aus ihrer Feder – erwartet die lesenden Betrachter unaufdringlich Spektakuläres. Satzminiaturen verschmelzen auf intimste Art und Weise mit filigranen Zeichnungen. „Winterrot“ von Monika Maslowska kreiert ein Amalgamat aus zwei zum… Weiterlesen »

Traumwandlerisch – Rezension zu „Phie und die sieben Sonnen“ von Angela Pointner

„Wer ein gutes Gewissen hat, ist nur zu guter Magie fähig.“ (S.193) Zum Inhalt: Sophie van Sand ist eine Suchende. Ihre Suche gilt der Möglichkeit ihren verstorbenen, über alles geliebten Vater wieder zu sehen. Es gäbe da noch viele lose Enden, welche sie mit ihm besprechend wollte, aber im Leben nicht die Gelegenheit dazu hatte. Seit diesem Verlust… Weiterlesen »

Erotisches Märchen – Rezension zu „Honigmond“ von Gabriel Barylli

„Das Wort ist – ich verschmelze, ohne mich zu verlieren…“ (S.156) Zum Inhalt: An sich ist es nicht Linda Rosenbaums Art mit einem fremden Mann, der sie in einem alten Kaffeehaus anspricht einen Abend zu verbringen. Und eine Nacht. Und den nächsten Tag. Und ebenso die halbe Nacht darauf. Doch dieser Mann, auf den klingenden Namen Martin hörend,… Weiterlesen »

Klare Worte – Rezension zu „Besser Schlampe als gar kein Sex“ von Barbara Balldini

„Sexualität entwickelt sich nicht von selbst.“ (S.70) Zum Inhalt: Barbara Balldini ist diplomierte Sexualpädagogin und leitet als solche ihr erstes Vorarlberger Sexualberatungs- und Tantrainstitut. Eine ihrer wohl prägnantesten Eigenschaften ist die, dass sie nicht lange um den sprichwörtlich „heißen“ Brei herumredet, sondern recht zügig zu der Sache kommt, um die es sich in dem kleinen Bändchen drehen soll.… Weiterlesen »

„Des Glück is a Vogerl…“ – Rezension zu „Anleitung zum Unglücklichsein“ – Paul Watzlawick

„Wo kämen wir denn hin, wenn sich immer mehr Menschen davon überzeugten, dass ihre Lage hoffnungslos, aber nicht ernst ist?“ (S.26) Zum Inhalt: Humorvoll, aber nicht minder ernstzunehmend, wendet Pauk Watzlawick so ziemlich jeden Kunstgriff – oder sollte man sagen Untergriff 😉 – aus dem Methodenkoffer der umgekehrten Psychologie an, um seinem Leser*inner vor Augen zu führen: „Unglücklich… Weiterlesen »

Vom Himmel hoch – Rezension zu „Ein altes deutsches Weihachtsspiel“ – bearbeitet und ergänzt von Max Mell

„Solches faß zu Herzen, o frommer Christ, Und daß es auch eingeh durch Aug und Ohr, Ist das Krippenspiel euch gestellet vor.“ (S.) Zum Inhalt: Max Mell (* 10. November 1882 Marburg an der Drau (heute Maribor) – † 12. Dezember 1971 Wien) nimmt sich in diesem kleinen Band aus der Insel-Bücherei der Verkündigung der der Geburt Christi… Weiterlesen »

Welchen Wolf du nährst – Rezension zu „Mondenwende“– Oliver Jungwirth

„Es gibt das Gefühl, das sich hin und wieder in einem breit macht, ohne dass man genau sagen kann, wo es herkommt. Das Gefühl, dass gerade etwas passiert, was nicht passieren sollte. Ein Stein ins Rollen gebracht wird, was letztlich nur in einer Lawine enden kann.“ (S.25) Zum Inhalt: Die Dämonen haben René nicht verlassen. Um nicht zum… Weiterlesen »

Der Willkür reife Leistung – Rezension zu „Der Schüler Gerber“ von Friedrich Torberg

„…: es gibt ein großes, gräßliches Nie, gegen das wir nicht anrennen sollen, sonst senkt es sich, eine riesenhafte Wand, auf uns herab und zwingt uns zu Boden, und wenn wir gar zu nahe waren, zermalmt es uns…“ (S.115) Zum Inhalt: Kurt Gerber steht in seinem letzten gymnasialen Jahr, dem lange ersehnten und ebenso gefürchteten Abschlussjahr, dessen Krönung… Weiterlesen »