Archiv der Kategorie: Theater

Mysterien – Rezension zu “Die Wunderübung” von Daniel Glattauer

„Sie sehen ja, wo Verständnis hinführt, wenn nicht beide das Gleiche darunter verstehen.“ (Buchumschlag) Zum Inhalt: „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer ist ein humorvolles Theaterstück, das die Dynamik eines verheirateten Paares aufzeigt, welches sich in einer ernsten Beziehungskrise befindet. Das Werk ist ein tiefgründiges, dabei aber auch unterhaltsames Stück über die Höhen und Tiefen partnerschaftlicher Beziehungen und die… Weiterlesen »

Vom Himmel hoch – Rezension zu „Ein altes deutsches Weihachtsspiel“ – bearbeitet und ergänzt von Max Mell

„Solches faß zu Herzen, o frommer Christ, Und daß es auch eingeh durch Aug und Ohr, Ist das Krippenspiel euch gestellet vor.“ (S.) Zum Inhalt: Max Mell (* 10. November 1882 Marburg an der Drau (heute Maribor) – † 12. Dezember 1971 Wien) nimmt sich in diesem kleinen Band aus der Insel-Bücherei der Verkündigung der der Geburt Christi… Weiterlesen »

Von Lebensmöglichkeiten – Rezension zu „Der Tor und der Tod“ von Hugo von Hofmannsthal

„Da tot mein Leben war, ist nun mein Leben, Tod!“ (S.30) Zum Inhalt: Claudio hat in seinem Leben viel erreicht, zumindest im materiellen Sinne. Er ist an einem Punkt angelangt, an dem er mit einem ernüchternden Kassensturz seines Daseins feststellt: „Es scheint mein ganzes, mein versäumtes Leben verlorne Lust und nie geweinte Tränen“ (S.8) In diese Szenerie hinein… Weiterlesen »

Ressentiment und der Untergang eines Helden…

„Aber ich kenne ihn nicht. Ich kenne sein Leben nicht. Ich kenne nur einen schmalen Uferrand, nicht das Meer.“ (S.319) Zum Inhalt: Das als Drama angelegte Stück schildert die letzten Stunden Siegfrieds, jenes nordischen Helden, der in seiner Stärke immer wieder als nicht von dieser Welt tituliert wird und den Reigen der Nibelungenerzählungen maßgeblich prägt. Letzten Endes findet… Weiterlesen »

Royale Streitereien

„Glaubst Du, es gäb‘ ein Sandkorn in der Welt Das nicht gebunden an die ew’ge Kette Von Wirksamkeit, von Einfluß und Erfolg?“ (S.16) Zum Inhalt: Es sind die Zeichen des Dreißigjährigen Krieges, die am Horizont des Stückes bereits ein Fanal entzünden, dessen Widerschein über  das gesamte Trauerspiel seine scharfen Schatten legt. Rudolph  II, eingeschworener Katholik, jedoch nachsichtig gegenüber… Weiterlesen »

Märchen und Drama in einem Band, zwei zeitlose Meisterwerke Zuckmayers

„Wichtig is gar nichts, dazu is de Welt zu groß. Aber richtig, richtig soll’s zugehn.“ (S.90) Zum Inhalt: „Der Hauptmann von Köpenick“ trägt den Untertitel „Ein deutsches Märchen in drei Akten“, und auf den ersten Blick mag es märchenhaft wirken, doch erkennt des Leser / der Theatergast nicht allzu selten Parallelen zu einer Welt, die immer wieder die… Weiterlesen »

Erster Teil eines Mysterienspiels…

„…und euch sagen was noch Not. Eins ist das Leben, das andere der Tod. Zu welchem wollt ihr geführt sein von beidem? Welches aufsuchen und welches meiden?“ (S.58) Zum Inhalt: Zwei Wanderer suchen auf einem abgelegenen Bauernhof hoch auf dem Berg Unterkunft für die Nacht. Der Bauernhof wird von Magdalena, einem fast 15-jährigen naiv-frommen Mädchen und dessen Großvater… Weiterlesen »

Outlaws – in Sturm und Drang…

Zum Inhalt: Die zwei Extreme zwischen denen sich eine tragische Geschichte – derjenigen zwischen Kain und Abel nicht unähnlich – aufbaut sind die beiden adeligen Söhne Franz und Karl Moor. Karl, der Erstgeborene, als Student in Leipzig entwickelt eine hochstilisierte Moralvorstellung an der die reale Welt scheitern muss. Als Reaktion bekämpft er das bestehende Establishment zuerst mit Worten… Weiterlesen »

Ökumene in der Literatur

„Wieviel andächtig schwärmen leichter als gut handeln ist? wie gern der schlaffste Mensch andächtig schwärmt, um nur – ist er zuzeiten sich schon der Absicht deutlich nicht bewußt – um nur gut handeln zu dürfen.“ (S.22) Zum Inhalt: Jerusalem zur Zeit des Waffenstillstandes während des 3. Kreuzzuges – dies ist der geschichtliche Rahmen der Handlung. Ein christlicher Ordensritter rettet… Weiterlesen »