Tag-Archive: Ehe

Seelendualität – Rezension zu “Sinnseelsorge” von Stephan Neufanger und Otto Csok

„Wir wollen Seel-Sorge als Sinn-Sorge kultivieren und das wollen wir so realisieren, dass auch der nicht priesterliche Lebensberater Seelsorge praktizieren kann, wenn er mit verzweifelten, hoffnungslosen, orientierungslosen Menschen zu tun hat, die seelische Stärkung und Tröstung – ja: Klarheit über die eigene Seele – suchen.“ (S.42f) Zum Inhalt: Mit „Sinnseelsorge – Ein Leitfaden für die Praxis“ haben Stefan… Weiterlesen »

Erzähltes Sein – Rezension zu “Wie Leben gelingen kann” von Elisabeth Lukas

„Leben ist Wagnis, und wer das nicht eingehen will, lebt niemals zur Fülle. Er lebt rudimentär, in Ansätzen. Und es kommt der Tag, an dem er betrauert, was Form hat werden wollen und Schemen geblieben ist.“ (S.29) Zum Inhalt: Mit „Wie leben gelingen kann“ von Elisabeth Lukas hält man einen Text in Händen, welchem die Autorin folgenden Anspruch… Weiterlesen »

Ein Plus an Realismus – Rezension zu “Lob der Vernunftehe” von Arnold Retzer

„Die erfolgreiche Vernunftehe setzt vernünftigerweise auch auf die Liebe, alles andere wäre unvernünftig.“(S.50) Zum Inhalt: Arnold Retzers Buch „Lob der Vernunftehe“ ist ein bemerkenswertes Werk, das mit einer Mischung aus Psychologie, Soziologie und philosophischer Reflexion das Ideal der romantischen Liebe in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragt. Retzer, u.a. systemischer Psychotherapeut, plädiert für die Vernunftehe – eine Ehe, die auf… Weiterlesen »

Mysterien – Rezension zu “Die Wunderübung” von Daniel Glattauer

„Sie sehen ja, wo Verständnis hinführt, wenn nicht beide das Gleiche darunter verstehen.“ (Buchumschlag) Zum Inhalt: „Die Wunderübung“ von Daniel Glattauer ist ein humorvolles Theaterstück, das die Dynamik eines verheirateten Paares aufzeigt, welches sich in einer ernsten Beziehungskrise befindet. Das Werk ist ein tiefgründiges, dabei aber auch unterhaltsames Stück über die Höhen und Tiefen partnerschaftlicher Beziehungen und die… Weiterlesen »

Vergangenheitsbewältigung – Rezension zu “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce

„Eigentlich haben Dinge meist kein Ende, sondern verschwinden einfach. Meist haben sie auch keinen Anfang, sondern finden sich eben ein.“ (S.432f) Zum Inhalt: “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce ist nach “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry” der zweite Band in der Trilogie. So geht man als Leser bereits mit einem ordentlichen Rucksack an Erwartungen –… Weiterlesen »

Schritt für Schritt – Rezension zu „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce

„»Man würde meinen, dass Gehen doch ganz einfach ist«, sagte sie. »Man braucht ja nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. Aber ich staune immer wieder, wie schwierige manches ist, was eigentlich von selbst laufen sollte, von unseren Instinkten gesteuert.«“ (S.65) Zum Inhalt: Harold Fry ist im Ruhestand. Noch nicht lange. Wohlverdient. Zufrieden in der „Haus-mit-Garten“-Idylle –… Weiterlesen »

The Big Five for Life – John Strelecky

„Entweder wir schreiben den Schluss, den wir uns wünschen, und gestalten unser Leben so, dass wir dieses Ziel erreichen, oder wir leben die Geschichte eines anderen und erleben dann ein Ende, das im Vergleich zu dem Schluss, den wir für uns selbst geschrieben hätten, ein blasser Abglanz ist… So einfach ist es.“ (S.207) Zum Inhalt: „The Big Five… Weiterlesen »

Streng nach… – Rezension zu „Protokoll“ von Sigrid Kleinsorge

„Klar war nur, alle hatten begeistert zugestimmt, bevor sie auseinander gegangen waren und das Leben sie wie Feinstaub in alle Himmelsrichtung en getrieben hatte.“ (S.6) Zum Inhalt: Die dichte Prosa die Sigrid Kleinsorge in Ihrem neuen Roman entwirft könnte man als Gesellschaftsversuch im Reagenzglas umschreiben.  Den Geschichten einer Agatha Christie nicht unähnlich, finden sich die als Jugendlichen-Clique eingeschworenen… Weiterlesen »

Von Fröschen und Prinzen – „Märchenprinz gesucht“ von Ulla Baumgartner

„… und es wäre schön nochmals dem Richtigen zu begegnen. Doch ich weiß, dass dies in der Mitte des Lebens schwieriger ist. Jeder hat so viele Ecken und Kanten – es muss viel passen, dass man nochmals eine Beziehung eingeht.“ (S.155) Zum Inhalt: Im Format „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ des ORF hatte sich Fr. Baumgartner als Kandidatin beworben, um… Weiterlesen »

Familienarchäologie – Rezension zu „Rabeninsel“ von Sigrid Kleinsorge

„Die Dinge, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind, sind einzigartig wie die Natur. Schön und grausam. Es gibt Höhen und Tiefen, einsame Wüsten, tosende Meere und stille Seen, eine enorme Vielfalt von Farben, Formen und Düften. Ich nehme die Dinge so wie sie sind und werde nicht am Gras ziehen. Es wächst ja doch… Weiterlesen »