Tag-Archive: Soziologie

Seelendualität – Rezension zu “Sinnseelsorge” von Stephan Neufanger und Otto Csok

„Wir wollen Seel-Sorge als Sinn-Sorge kultivieren und das wollen wir so realisieren, dass auch der nicht priesterliche Lebensberater Seelsorge praktizieren kann, wenn er mit verzweifelten, hoffnungslosen, orientierungslosen Menschen zu tun hat, die seelische Stärkung und Tröstung – ja: Klarheit über die eigene Seele – suchen.“ (S.42f) Zum Inhalt: Mit „Sinnseelsorge – Ein Leitfaden für die Praxis“ haben Stefan… Weiterlesen »

Mediatives Denken – Rezension zu “Vom guten Umgang mit Differenzen” von Noa Zanolli

„Alle Friedensstifter, alle Mediatorinnen, alle Vermittler in Streitigkeiten, ob sie akademisch ausgebildet sind oder nicht, denken mediativ, d.h. sie suchen den Ausgleich zwischen verschiedenen Sichtweisen, sie suchen Gemeinsamkeiten in unterschiedlichen Standpunkten, sie suchen Berührungspunkte in Differenzen. Das ist mediatives Denken. Es wurde seit jeher praktiziert. Der Ausdruck soll das Bewusstsein darüber, dass jeder Mensch vermittelndes Denken lernen und… Weiterlesen »

Erzähltes Sein – Rezension zu “Wie Leben gelingen kann” von Elisabeth Lukas

„Leben ist Wagnis, und wer das nicht eingehen will, lebt niemals zur Fülle. Er lebt rudimentär, in Ansätzen. Und es kommt der Tag, an dem er betrauert, was Form hat werden wollen und Schemen geblieben ist.“ (S.29) Zum Inhalt: Mit „Wie leben gelingen kann“ von Elisabeth Lukas hält man einen Text in Händen, welchem die Autorin folgenden Anspruch… Weiterlesen »

Ein Plus an Realismus – Rezension zu “Lob der Vernunftehe” von Arnold Retzer

„Die erfolgreiche Vernunftehe setzt vernünftigerweise auch auf die Liebe, alles andere wäre unvernünftig.“(S.50) Zum Inhalt: Arnold Retzers Buch „Lob der Vernunftehe“ ist ein bemerkenswertes Werk, das mit einer Mischung aus Psychologie, Soziologie und philosophischer Reflexion das Ideal der romantischen Liebe in unserer Gesellschaft kritisch hinterfragt. Retzer, u.a. systemischer Psychotherapeut, plädiert für die Vernunftehe – eine Ehe, die auf… Weiterlesen »

Kontaktfreudig – Rezension zu „Mein Weg zu dir“ von Virginia Satir

„Wir begegnen uns natürlicherweise in unseren Gemeinsamkeiten und wachsen an unseren Unterschieden.“ (S.64) Zum Inhalt: „Mein Weg zu dir: Kontakt finden und Vertrauen gewinnen“ von Virginia Satir ist ein Buch, das sich auf die Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation konzentriert. Satir führt Leser durch Techniken und Strategien, um Selbstwahrnehmung zu verbessern, effektiv zu kommunizieren, Empathie zu entwickeln, Konflikte zu… Weiterlesen »

Vergangenheitsbewältigung – Rezension zu “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce

„Eigentlich haben Dinge meist kein Ende, sondern verschwinden einfach. Meist haben sie auch keinen Anfang, sondern finden sich eben ein.“ (S.432f) Zum Inhalt: “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce ist nach “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry” der zweite Band in der Trilogie. So geht man als Leser bereits mit einem ordentlichen Rucksack an Erwartungen –… Weiterlesen »

Schritt für Schritt – Rezension zu „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce

„»Man würde meinen, dass Gehen doch ganz einfach ist«, sagte sie. »Man braucht ja nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. Aber ich staune immer wieder, wie schwierige manches ist, was eigentlich von selbst laufen sollte, von unseren Instinkten gesteuert.«“ (S.65) Zum Inhalt: Harold Fry ist im Ruhestand. Noch nicht lange. Wohlverdient. Zufrieden in der „Haus-mit-Garten“-Idylle –… Weiterlesen »

Hintergrund – Rezension zu „Einführung in die theoretischen Grundlagen der systemischen Therapie“ von Kurt Ludewig

„An Sinn gebundene Systeme, also psychische und soziale Systeme, können nicht sinnfrei leben oder handeln. Daraus ergibt sich das eigentliche Grundaxiom menschlicher Kommunikation : »Man kann nicht nicht Sinn machen«.“ (S.46) Zum Inhalt: „Einführung in die theoretischen Grundlagen der systemischen Therapie“ von Kurt Ludewig kommt als nicht recht umfangreicher Text in die Hände der Leserschaft. Wie so oft bewahrheitet… Weiterlesen »

Drei Fragezeichen – „Wer bin ich? Was kann ich? Was will ich?“ von Claas Triebel

„Es ist Menschen und Systemen zuzugestehen, dass es kompliziert ist, die eigenen Potenziale und Kompetenzen zu erkennen und zu benennen. Eben deshalb muss man sich intensiv um dieses Thema kümmern. Es ist nicht selbstverständlich“ (S.34) Zum Inhalt: Die Ära der Patchwork-Biografien Dass der Beruf fürs Leben, wie er vielleicht früher noch möglich war, in unserer schnelllebigen Zeit so… Weiterlesen »

Von Fröschen und Prinzen – „Märchenprinz gesucht“ von Ulla Baumgartner

„… und es wäre schön nochmals dem Richtigen zu begegnen. Doch ich weiß, dass dies in der Mitte des Lebens schwieriger ist. Jeder hat so viele Ecken und Kanten – es muss viel passen, dass man nochmals eine Beziehung eingeht.“ (S.155) Zum Inhalt: Im Format „Liebesg´schichten und Heiratssachen“ des ORF hatte sich Fr. Baumgartner als Kandidatin beworben, um… Weiterlesen »