Archiv der Kategorie: Romane

Genre des Romans und Kurzgeschichten

Zwischen Märchen und Weisheitslehre – Rezension zu „Der Alchimist“ von Paolo Coelho

„Gleichgültig, was ein Mensch tut, er steht jederzeit im Mittelpunkt der Weltgeschichte, doch meistens weiß er es nicht“ (S.165) Zum Inhalt: Im Mittelpunkt steht der junge andalusische Hirte Santiago, der von einem wiederkehrenden Traum heimgesucht wird: In Ägypten, nahe den Pyramiden, soll ein Schatz auf ihn warten. Getrieben von dieser Vision, begibt er sich auf eine zeitlich und… Weiterlesen »

Ein Sommer wie damals – Rezension zu „Jenseits der großen Sümpfe” von Erwin Moser

„Jeder Atemzug und jeder Augenblick enthält Vergnügen.“ (S.90) Zum Inhalt: „Jenseits der großen Sümpfe“ von Erwin Moser entwirft ein beeindruckendes Porträt von Kindheit, Sommerrauschen und Schilfpfaden. Die Geschichte kondensiert das jugendliche Leben auf das Einfachste, was es gibt – Sommer, Hitze, Schulferien. Ein sentimentaler Klang, der den Leser*innen einnimmt, ihn förmlich das Rascheln des Schilfs fühlen, den warmen… Weiterlesen »

Vergangenheitsbewältigung – Rezension zu “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce

„Eigentlich haben Dinge meist kein Ende, sondern verschwinden einfach. Meist haben sie auch keinen Anfang, sondern finden sich eben ein.“ (S.432f) Zum Inhalt: “Das Geheimnis der Queenie Hennessy” von Rachel Joyce ist nach “Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry” der zweite Band in der Trilogie. So geht man als Leser bereits mit einem ordentlichen Rucksack an Erwartungen –… Weiterlesen »

Schritt für Schritt – Rezension zu „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ von Rachel Joyce

„»Man würde meinen, dass Gehen doch ganz einfach ist«, sagte sie. »Man braucht ja nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. Aber ich staune immer wieder, wie schwierige manches ist, was eigentlich von selbst laufen sollte, von unseren Instinkten gesteuert.«“ (S.65) Zum Inhalt: Harold Fry ist im Ruhestand. Noch nicht lange. Wohlverdient. Zufrieden in der „Haus-mit-Garten“-Idylle –… Weiterlesen »

Streng nach… – Rezension zu „Protokoll“ von Sigrid Kleinsorge

„Klar war nur, alle hatten begeistert zugestimmt, bevor sie auseinander gegangen waren und das Leben sie wie Feinstaub in alle Himmelsrichtung en getrieben hatte.“ (S.6) Zum Inhalt: Die dichte Prosa die Sigrid Kleinsorge in Ihrem neuen Roman entwirft könnte man als Gesellschaftsversuch im Reagenzglas umschreiben.  Den Geschichten einer Agatha Christie nicht unähnlich, finden sich die als Jugendlichen-Clique eingeschworenen… Weiterlesen »

Unterirdisch – Rezension zu „Fräulein Schmidt und der Heilige Berg“ von Wilko Müller jr.

„Alles hat Folgen, nichts bleibt ohne Konsequenzen.“ (S.13) Zum Inhalt: In „Fräulein Schmidt und der Heilige Berg“ von Wilko Müller jr. leitet der Autor den Blick – ganz im Gegensatz zum vorherigen Band – in ganz irdische Tiefen, ja Abgründe. Dort rumort es. Und dies in einer Intensität, welche das Weltbild der Oberirdischen ganz erheblich erschüttert. Nicht nur… Weiterlesen »

Vermächtnis – Rezension zu „Fräulein Schmidt und das Vermächtnis des Großen Jaguar“ von Wilko Müller jr.

„Es gibt im Universum scheinbar eine ungeschriebene Regel: Wenn ein Gott oder eine Göttin persönlich zu dir sagt, Glaube mir!, dann tust du das. Punkt.“ (S.137) Zum Inhalt: Mit „Fräulein Schmidt und das Vermächtnis des Großen Jaguar“ von Wilko Müller jr. reiht sich ein weiterer Roman in die Geschichte rund um Ixchel und ihre(n) Getreuen ein. Diesmal mit… Weiterlesen »

Familienarchäologie – Rezension zu „Rabeninsel“ von Sigrid Kleinsorge

„Die Dinge, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind, sind einzigartig wie die Natur. Schön und grausam. Es gibt Höhen und Tiefen, einsame Wüsten, tosende Meere und stille Seen, eine enorme Vielfalt von Farben, Formen und Düften. Ich nehme die Dinge so wie sie sind und werde nicht am Gras ziehen. Es wächst ja doch… Weiterlesen »

Zweischneidig – Rezension zu „Fräulein Schmidt und das Schwert des Feuerriesen“ von Wilko Müller jr.

„Die Menschen sind nicht in der Lage ihr eigenes Schicksal zu sehen und maßen sich an das der Götter zu bestimmen.“ (S.151) Zum Inhalt: In der nordischen Mythologie gibt es einen Plan – oder vielmehr… es gab einen Plan, wie der Weltenkreislauf dereinst enden würde: Ragnarök. Ein minutiös ausgefeilter Ablauf, geweißsagt, nicht in Frage gestellt, ehern dargelegt. Und… Weiterlesen »

Retrospektives – Rezension zu „Fräulein Schmidt und das Geheimnis der Pyramiden“ von Wilko Müller jr.

„»Vertrau auf die Menschen, sie kriegen alles kaputt«, dachte Horus, »sogar ihre eigene Welt«.“ (S.19) Zum Inhalt: Wer die Geschichte rund um Fräulein Schmidt und ihren Getreuen Wichowski verfolgt hat, den wird es bei der „Reisefreudigkeit“ dieses Gespanns nicht sonderlich überraschen, dass die Bühne wieder an einen fernen Ort verlegt wurde – Ägypten. In „Fräulein Schmidt und das… Weiterlesen »